Unser Pflegeangebot

"Sonnenblick", die "Offene Wohngruppe für Menschen mit Demenz"

Bewohnerinnen in der Wohngruppe bekommen vorgelesen

Zwanzig Bewohner in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz haben in der Wohngruppe „Sonnenblick" ihr Zuhause gefunden. Die neue Umgebung trägt ihren Bedürfnissen nach Geborgenheit und Normalität Rechnung und ermöglicht, je nach individuellem Wunsch, Teilnahme oder Teilhabe an Alltagsaktivitäten. Um eine möglichst homogene Bewohnergruppe zu erreichen, werden alle neuen Bewohner gemäß festgelegter Aufnahmekriterien (einschlägige Diagnose, kognitive Einschränkungen sowie Verhaltensauffälligkeiten) ausgewählt.

Ein engagiertes Team von Mitarbeitenden pflegt und betreut die Bewohner und setzt ein auf diese Bewohner ausgerichtetes Wohngruppenkonzept um. Außer einer examinierten Pflegefachkraft für Gerontopsychiatrie arbeiten dort sechs examinierte Fachkräfte unterstützt von fünf Pflegehelfern und einer Wohnbereichshilfe, sowie ein Betreuungsassistent.
Eine diplomierte Psychogerontologin aus dem Sozialdienst des Hauses begleitet und berät das Mitarbeiterteam.

Der Schlüssel zur Seele eines Menschen sind seine Gefühle, Triebe und Prägungen. Mit reaktivierender Pflege und Betreuung wollen wir die Altersseele beleben und ein besseres Verstehen bestimmter Verhaltensweisen schaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die biographische Orientierung. Das bedeutet, dass lebensgeschichtliche und persönlichkeitsspezifische Aspekte der Bewohner erfragt und in die Tagesstruktur integriert werden. Wir freuen uns, wenn wir Angehörige mit einbeziehen können, um unsere Betreuung noch mehr an den Bedürfnissen und der Biographie unserer Bewohner orientieren zu können.

Die Bewohner der Wohngruppe werden in ihrer Ganzheit wahrgenommen und wertgeschätzt. Die Pflegenden nehmen ihre Aussagen und Handlungen ernst und forschen nach Ursachen von Verhaltensweisen. Besonders Menschen die Verhaltensauffälligkeiten, wie motorische Unruhe, Aggressivität oder Weglaufgefahr aufweisen, sind in der Wohngruppe gut aufgehoben.

Der Alltag die Bewohner soll so „normal" wie möglich ablaufen. Durch Tätigkeiten wie Tischdecken oder Kuchenbacken erleben die Menschen eine bekannte Alltäglichkeit, die Sicherheit vermittelt. So spüren sie, dass sie gebraucht werden und können anknüpfen an das Leben, das sie vor dem Umzug in unsere Einrichtung geführt haben.

Auch Menschen, die nicht mehr aktiv am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen können, lassen sich über Gerüche und Geräusche immer noch gut einbinden. Im täglichen Zusammenleben entwickeln sich viele Gespräche, zu denen jeder etwas beitragen kann. So werden ein Wohnumfeld und eine Atmosphäre geschaffen, die einer Großfamilie zumindest vom Charakter her ähnlich sind.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht dementiell Erkrankte liebevoll zu betreuen und ihnen ein „Daheim-Gefühl" zu geben.