Unser Pflegeangebot

Kurzzeitpflege

Zwei Bewohnerinnen haben zusammen Spaß im Garten

Unter Kurzzeitpflege ist die zeitlich befristete vollstationäre Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Menschen in einer Pflegeeinrichtung zu verstehen.
Mit diesem Angebot wollen wir pflegende Angehörige zeitweise von den pflegerischen Aufgaben entlasten.

Ein Kurzzeitpflegeaufenthalt kann aber auch für eine Zeit der Rekonvaleszenz nach einem Krankenhausaufenthalt genutzt werden.

Finanzierung zeitlich befristeter Heimaufenthalte

Zeitlich befristete Aufenthalte im AWO Sozialzentrum lassen sich mit Hilfe von Kurzzeit-, Verhinderungspflege oder im Rahmen von Krankenhausnachsorge finanzieren. Kurzzeit- und Verhinderungspflege lassen sich auch miteinander kombinieren.

Kurzzeitpflege gemäß § 42 SGB XI

Voraussetzung für die Finanzierung der Kurzzeitpflege durch die Pflegeversicherung ist die Zuweisung von mindestens Pflegegrad 2.

Verhinderungspflege gemäß § 39 SGB XI

Ist eine Pflegeperson (z.B. pflegende Angehörige, Lebenspartner, Bekannte) wegen Krankheit, Urlaub oder aus sonstigen Gründen verhindert, die häusliche Pflege durchzuführen, hat der Pflegebedürftige Anspruch auf Verhinderungspflege. Voraussetzug ist, da ist dass der Pflegebedürftige seit mindestens sechs Monaten zu Hause gepflegt wird sowie die Zuweisung von mindestens Pflegegrad 2.

Für Kurzzeit- und Verhinderungspflege gilt gleichermaßen

Die Pflegeversicherung übernimmt Aufwendungen bis zu 1.612,00 €, die wir direkt mit Ihrer Pflegekasse abrechnen. Die Zahlung des Pflegegeldes für die Pflege zu Hause wird während der Dauer des Heimaufenthaltes eingestellt. Da die Pflegekasse nur die pflegebedingten Aufwendungen übernimmt, sind die Tagessätze für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionen selbst zu entrichten (Ihren täglichen Eigenanteil entnehmen Sie bitte unserer Preisliste). In begründeten Ausnahmefällen können diese Beträge auch von der Sozialhilfe übernommen werden.

Übertragungsmöglichkeiten

Leistungen aus der Verhinderungspflege können zu 100% auf die Kurzzeitpflege übertragen werden, so dass sich im Rahmen der Kurzzeitpflege kalenderjährlich ein maximaler Anspruch von 3.224,00 € ergibt.
Leistungen aus der Kurzzeitpflege können zu 50% auf die Verhinderungspflege übertragen werden, so dass sich im Rahmen der Verhinderungspflege kalenderjährlich ein maximaler Anspruch von 2.418,00 € ergibt.

Krankenhausnachsorge / Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit gem. § 39b SBG V

Wenn Sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus einen erhöhten Bedarf an Pflege und/oder hauswirtschaftlicher Unterstützung haben, der mit Angeboten der häuslichen Krankenpflege nicht ausreichend gedeckt werden kann, kommt die sogenannte "Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit" in einer stationären Einrichtung in Betracht. In diesem Fall übernimmt die Krankenversicherung Aufwendungen bis zu 1.612,00 €, die wir direkt mit Ihrer Krankenkasse abrechnen.
Da (analog zur regulären Kurzzeitpflege) nur die pflegebedingten Aufwendungen übernommen werden, sind die Tagessätze für Unterkunft und Verpflegung sowie für Investitionen selbst zu entrichten (Ihren täglichen Eigenanteil entnehmen Sie bitte unserer Preisliste). In begründeten Ausnahmefällen können diese Beträge von der Sozialhilfe übernommen werden.